VEM-Freiwillige   2017/2018   2016   2015   2014   2013   2012   2011   2010   2009 

Anne | Annika | Cordula | Debora | Jana | Janina | Janis | Karolin | Katinka | Lea | Lena | Lisa-Marie | Mareike | Rabea | Rebecca

Menu:

Archiv

Blog durchsuchen:

Eine Namibianische Mitbewohnerin, ein Fußballturnier und „Story of my pony“

Autor: Lea | Datum: 12 September 2010, 01:12 | 8 Kommentare

Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE Seit meinem letzten Blogeintrag ist viel passiert. ELCAP hatte ein Fußballturnier, bei dem alle Kollegen, also auch ich, engagiert waren. Ich habe das Nationalgericht kennengelernt, „Braaie und Rusterbrood“
Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE
also gegrilltes Fleisch und gegrillte Wurst(die schmeckt wirklich besser als in Deutschland) und kleine Brötchen aus Hefeteig, die auf dem Grill gebacken werden. Das habe ich, seit ich hier bin jetzt schon dreimal gegessen, es ist also wirklich sehr beliebt.

Ich habe mir also 2 Tage sehr lebendiges Fußballspielen angeguckt haben, die Jungs spielen hier echt anders.

Über meine Arbeit kann ich euch leider immer noch nicht viel schreiben. Im Moment ist für mich nicht so viel zu tun. Aber ich denke, dass bald wieder neue Projekte entstehen werden.

Ich bereite kleine Sachen, wie Plakate vor und letzte Woche waren Janis und ich bei einem After-School Programm in der Location (das ist der Blog, in dem fast nur Wellblechhütten stehen). Die Kinder haben sich ziemlich gefreut, weil noch nie Freiwillige dagewesen sind. Die Mitarbeiterinnen auch, sie haben dann auch gleich erwartet, dass wir ein paar Lieder singen. Spontan, wie wir sind, sind wir dann nach „This is the story of my pony“ rumgehopst und haben zusammen mit den Kindern gesungen. Leider können die jüngeren Kinder noch kein Englisch, sondern nur Nama (eine Sprache mit Klicklauten, klingt echt schön), sodass die Älteren übersetzt haben. Die Mehrsprachigkeit der Menschen hier ist eine Sache, die ich echt bewundere. Jeder kann mehr oder wenig Englisch, Afrikaans und meistens noch mindestens eine andere Stammessprache.
Mit unserer amerikanischen Mitvolontärin bauen wir gerade einen kleinen Garten auf, bei dem mir meine wenigen Gartenkenntnisse echt gut geholfen haben, ich hoffe, ich habe die Möhren richtig gesät.

Ich lerne hier jeden Tag wieder, unheimlich viel Geduld zu haben und gleichzeitig wieder richtig spontan zu sein.

Letzte Woche waren wir auf einer Farm, um Bilder für einen Bericht zu machen und Dünger für unseren Garten zu holen. Nachdem wir 25 km über Schotterpisten und dann über Feldwege gefahren sind, die bei uns keiner mehr so nennen würde, standen wir vor einem winzigen Haus mit Wellblechschuppen, vor dem zwei Männer saßen, die ziemlich von der Zivilisation abgeschlossen sind. Mir taten sie ziemlich leid.

Das letzte Wochenende war sehr spannend. Mit dem Jugendleiter und gleichzeitig unserem Kollegen waren wir auf einem Jugendwochenende der sehr charismatischen(das wusste ich vorher nicht) Rhinish-Church. Das Treffen war sehr gut, weil zwischendurch auch Workshops auf Englisch und nicht nur Afrikaans gehalten wurden. Es gab viel Lobpreis mit einer Band. Der Lobpreis ging dann irgendwann auch in die Richtung, dass einige so stark vom heiligen Geist berührt wurden, sodass sie für ein paar Momente einfach mal umfielen und auf dem Boden bewusstlos liegen geblieben sind. Für mich war das sehr irritierend , das gibt es zwar in Deutschland auch in einigen Gemeinden, ist mir aber noch nicht begegnet.

Bevor ich es vergesse, wir haben jetzt eine Namibianische Mitbewohnerin in unserer Wohnung. Sie heißt Magde, ist 35 und arbeitet bei der Kirche in Windhoek. Sie ist wirklich nett und hat uns einmal original afrikanisches Essen gemacht – Mieliepap, Maisbrei.

Heute war ich Windhoek und habe mich dort mit Julia, die ich am Wochenende zuvor kennengelernt habe, getroffen. Obwohl Windhoek nicht so weit weg ist (80km), braucht man viel Zeit, um dort hinzukommen. Es gibt eine „Bushaltestelle“. Dort setzt man sich in einen Bulli und wartet mit einigen anderen so lange, bis im Bulli jeder Platz gefüllt ist. Heute habe ich 1h gewartet, dann war der Bulli mit 16 Menschen und 2 Kleinkindern gefüllt, wenigstens war es so klimafreundlich. Die Shoppingmalls in Windhoek haben mich an den Werre-Park, nur etwas kleiner, erinnert, es gab sogar den Bodyshop.

Morgen früh möchte ich mal wieder austesten, wie viel ich von einer Predigt auf Afrikaans verstehe.
Ich freu mich über Mails von euch! Seid gesegnet!

«Neuerer Eintrag | Älterer Eintrag»

 

 

Kommentare bei alten Blogs deaktiviert.