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Holidays

Autor: Lea | Datum: 16 Januar 2011, 00:10 | 3 Kommentare

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Endlich melde ich mich wieder mit einem Blogeintrag. Ich hoffe, ihr habt meinen Rundbrief jetzt endlich erhalten, sonst meldet euch.

Ich wünsche euch erst mal, obwohl es schon spät ist, ein von Gott reich gesegnetes Jahr 2011.

Es ist viel passiert. Die Suppenküche... Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE

ist im November nach vielen Planungen endlich gestartet. Jetzt wird Suppe, die Namibianische Freiwillige kochen an zwei verschiedenen Stellen ausgegeben und ein Auto fährt, um Menschen, die nicht selbst kommen können, die Suppe nach Hause zu bringen.

Mit der Suppenküche ist auch unser eigenes After-School Program gestartet, das aber erst jetzt im neuen Jahr richtig los geht.

Unser Büro hatte über Weihnachten für 3 Wochen geschlossen, so dass ich die Zeit zum Reisen genutzt habe.

Mit meiner Kollegin Martha fuhr ich ins Ovamboland, in den Norden Namibias, ganz an die Nähe der angolanischen Grenze. Die Hinreise in den am stärksten bevölkerten Landesteil von Namibia war schon sehr spannend, da wir ca. 18 Stunden mit 4 Erwachsenen und ebenso vielen Kindern auf der Landefläche eines Buggys saßen. Schaut euch einfach das Foto an.

Nachdem wir in unendlichen vielen Shebeens (Bars) Zwischenhalte gemacht hatten, erreichten wir endlich das Dorf. Ein Dorf hatte ich mir eigentlich wie eine Häuseransammlung vorgestellt, aber hier musste man trotzdem immer noch 5 bis 10 Minuten zum nächsten Haus laufen.

Unser Dorf befand sich also im Busch. Zur nächsten „Stadt“ musste man 1 h laufen. Das Haus bestand aus mehreren Rundhütten, wobei jedes Familienmitglied seine eigene Schlafhütte hatte, es gab ein Wohnzimmer, Vorratskammern, Küche, jeweils in einer anderen Hütte. Wir hatten keine Elektrizität und kein fließendes Wasser. So dass wir einmal am Tag 2 km zum nächsten Wasserhahn gelaufen sind. Martha und ihre Schwestern trugen jeweils locker 25l auf dem Kopf. Ich konnte noch nicht einmal 5l auf dem Kopf tragen, es tat einfach so weh. Ich glaube, man muss das von klein auf lernen.

Zu essen gab es mindestens einmal am Tag Mahango Pap, also ein Brei aus Mahango Mehl, irgendein Getreide. Manchmal gab es dazu „Ovambokohl“, der so ähnlich aussah wie Spinat. Beim Essen knirschte es immer ordentlich zwischen den Zähnen, da alles sehr „erdnah“ angebaut und zubereitet wurde.

Da fast nie Weiße in die Dörfer des Nordens kommen, wurde ich auch schnell Dorfgespräch. Das Schöne war, dass ich mich zum ersten Mal nicht als Ausländerin gefühlt habe, da einige, die ein wenig Afrikaans konnten, mich darauf angesprochen haben, da sie dachten, ich wäre eine weiße Namibianerin. Ein echt tolles Gefühl. Leider hatte Marthas jüngste Tochter, die bei ihrer Großmutter wohnt, noch nie einen weißen Menschen, zu mindestens nicht in ihrem Haus gesehen, sodass sie in den ersten Tagen richtig Angst vor mir hatte.

Mein Weihnachten bestand aus einem Kirchenbesuch am 25. Wir liefen 1h durch den Busch zur Kirche. Da alles auf Oshivambo war, habe ich natürlich nichts verstanden, habe mich aber über ein paar bekannte Melodien in den Weihnachtsliedern gefreut.

Am 2. Weihnachtstag bin ich dann wieder aus dem Busch gefahren und habe einen anderen Freiwilligen in Ondangwa, in der nächsten richtigen Stadt besucht, um das Stadtleben in Norden auch mal kennen zu lernen. Trotz der vielen Unbequemlichkeiten, habe ich es im Norden genossen. In der einen Woche habe ich einfach so viel über die Kultur der Ovambos gelernt und wurde richtig nett als Gast aufgenommen.

Da meine Ferien so lang war, konnten Janis und ich  noch Freunde in der nächsten Stadt Mariental besuchen und sind danach noch für ein paar Tage nach Swakopmund gefahren.

Dort habe ich mich, wie in Deutschland an der Nordsee gefühlt. Der Großteil der deutsch sprechenden Namibianer lebt hier, es gibt mehrstöckige Häuser, es ist angenehm kühl und es riecht nach Meer.

Dort habe ich auch Bad Oeynhausener, das Ehepaar Pönnighaus getroffen, die dort in einer Seniorenresidenz wohnen. Da dort so viele Südwestler wohnen, konnten wir am Sonntag auch einen echten deutschen Gottesdienst besuchen. Ganz schön komisch die Sache.

So, dass war es erst mal von mir. Ich freu mich über Mails!

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